Kreisbrandinspektion Pfaffenhofen a.d.Ilm Kreisbrandinspektion Pfaffenhofen a.d.Ilm

Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Im Herbst 2006 nahm die Ausbildungsstelle im Kellergeschoß des Feuerwehrgerätehauses in Schweitenkirchen ihren Betrieb auf. Dort wird sowohl die Ausbildung für Atemschutzgeräteträger durchgeführt, sowie die notwendigen jährlichen Wiederholungsübungen. Die Tätigkeit unter Atemschutz wird in der Feuerwehrdienstvorschrift 7 beschrieben:

Aus der FwDV 7: Können Einsatzkräfte durch Sauerstoffmangel oder durch Einatmen gesundheitsschädigender Stoffe (Atemgifte) gefährdet werden, müssen entsprechend der möglichen Gefährdung geeignete Atemschutzgeräte getragen werden. Kenntnisse über Verwendungsmöglichkeiten und Schutzwirkung der Geräte, über Auswahl, Pflege, Wartung und Prüfung der Geräte sowie über Ausbildung und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger sind Voraussetzungen für die erfolgreiche Verwendung von Atemschutzgeräten.

Einsatzkräfte, die unter Atemschutz eingesetzt werden, müssen

  • das 18. Lebensjahr vollendet haben;
  • körperlich geeignet sein (die körperliche Eignung ist nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, Grundsatz G 26 „Atemschutzgeräte“, in regelmäßigen Abständen festzustellen);
  • erneut nach dem Grundsatz G 26 untersucht werden, wenn vermutet wird, dass sie den Anforderungen für das Tragen von Atemschutzgeräten nicht mehr genügen; dies gilt insbesondere nach schwerer Erkrankung oder wenn sie selbst vermuten, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein;
  • die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert haben;
  • regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen und an Wiederholungsübungen teilnehmen; 
  • zum Zeitpunkt der Übung oder des Einsatzes gesund sein und sich einsatzfähig fühlen. 

Einsatzkräfte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen nicht unter Atemschutz eingesetzt werden. 

Einsatzkräfte mit Bart oder Koteletten im Bereich der Dichtlinie von Atemanschlüssen sind für das Tragen für die bei den Feuerwehren anerkannten Atemschutzgeräte ungeeignet. Ebenso sind Einsatzkräfte für das Tragen von Atemschutzgeräten ungeeignet, bei denen aufgrund von Kopfform, tiefen Narben oder dergleichen kein ausreichender Maskendichtsitz erreicht werden kann oder wenn Körperschmuck den Dichtsitz, die sichere Funktion des Atemanschlusses gefährdet oder beim An- bzw. Ablegen des Atemanschlusses zu Verletzungen führen können (z.B. Ohrschmuck).

 Voraussetzungen zur Teilnahme am Lehrgang:

  • Alter mindestens 18 Jahre
  • Ausbildung Truppmann Teil 1 oder MTA
  • Der Lehrgang „Sprechfunker“ soll vor dem Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“ abgeschlossen sein.
  • Die erforderliche Arbeitsmedizinische Erstuntersuchung nach G26.3 darf laut dem Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband bis zum Ausbildungsbeginn nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Die Ausnahmegenehmigung bezieht sich auf die Unfallverhütungsvorschrift „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ GUV-V A4
  • Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Vollbartträger und Personen mit starken Koteletten, sowie Piercing im Dichtheitsbereich von Atemschutzmasken ungeeignet sind und daher zu den Lehrgängen nicht zugelassen werden können.

 Lehrgangsanmeldung

Hinweise zur Lehrgangsanmeldung:
Mit dem PDF-Formular „Anmeldung zu einem Lehrgang an der Landkreisausbildungsstelle“ erfolgt die Anmeldung zu diesem Lehrgang. Um die Anmeldung so problemlos wie möglich zu gestalten, sind jedoch ein paar Punkte zu beachten:

  • Rechtzeitige Anmeldung zum Lehrgang ist unbedingt erforderlich.
  • Pro Lehrgang und Teilnehmer jeweils ein separates Formular verwenden.
  • Bitte füllen Sie das Formular am PC aus, um die Qualität und Lesbarkeit des Faxes sicherzustellen. Es kann anschließend zur Vorlage für die Kommune ausgedruckt werden. Handschriftliche Formulare können nicht immer einwandfrei gelesen werden.
  • Die Unterschrift der Kommune ist erforderlich, da bei einem Lehrgang Kosten ausgelöst werden.
  • Anmeldung nur per E-Mail an FF-Kreisausbildung@landratsamt-paf.de
    Anhand dieser Daten erhält der Lehrgangsteilnehmer ein persönliches Anschreiben. Die Daten werden außerdem für die Erstellung des Zeugnisses benötigt.