Ausbildung an der Motorsäge für den Feuerwehrdienst

01. Juli 2022 : Feuerwehreinsätze mit der Motorsäge sind mit einem hohen Gefahrenpotential verbunden. Entsprechende Vorschriften definieren, dass nur Feuerwehrangehörige eingesetzt werden dürfen, die persönlich und fachlich geeignet sind.
Der richtige Schnitt

Die fachlichen Voraussetzungen erfüllt, wer für die jeweiligen Aufgaben ausgebildet ist und seine Kenntnisse durch regelmäßige Übungen und erforderlichenfalls durch zusätzliche Aus- und Fortbildung erweitert. Die erforderliche Fachkunde für die Motorsäge kann einerseits durch Berufsausbildung (z. B. bei Forstwirten) oder durch Fortbildung erworben werden.
Aus diesem Hintergrund werden diese Ausbildungen im Landkreis Pfaffenhofen für die jeweiligen Feuerwehren seit einigen Jahren durch die Kreisbrandinspektion angeboten. Diese Kurse werden durch eigene, speziell dafür geschulte Ausbilder am Standort der Feuerwehr Langenbruck durchgeführt.

Aufgrund der Corona-Pandemie entfiel, wie in nahezu jedem Bereich in den letzten beiden Jahren, dieser Lehrgang und konnte in diesem Jahr endlich wieder durchgeführt werden. Um den entstandenen Nachholbedarf zu kompensieren, fanden heuer im April sogar zwei aufeinanderfolgende Lehrgänge mit insgesamt 60 Teilnehmern statt. In der 16 Stunden umfassenden Ausbildung wurden die Feuerwehrangehörigen für ihre Einsätze bei Gefahrholz nach Stürmen vorbereitet. Unter den Teilnehmern befinden sich auch immer mehr Feuerwehrfrauen, die den Männern in nichts nachstehen, und ihren Dienst an der Kettensäge mit Begeisterung verrichteten.

Im Rahmen der Lehrgänge werden den Teilnehmern in Theorie und Praxis Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit der Motorsäge vermittelt. Zudem wird auf Gefahren während des Einsatzes und der Arbeit mit der Motorsäge hingewiesen.

Die Ausbilder legten hierbei insbesondere Wert auf sicheres und effektives Arbeiten an der Kettensäge. Spannungsbeurteilung sowie Fälltechniken wurden in den Praxisteilen ausführlich geschult auch intensiv geübt. Letztendlich wurden auch die Grenzen im Einsatz aufgezeigt.

Die Ausbildung umfasste nicht nur die Handhabung mit der Kettensäge, sondern auch Wartung und Instandsetzung, Sonderkraftstoffe, Aufbau und Funktion einer Motorsäge, Ergonomie und kräfteschonendes Arbeiten im Holz, Sägen am liegenden Holz, einschließlich Holz unter Spannung (Beurteilung von Spannungen im Holz, einschließlich sicherer Schnitttechniken), Anwendung von theoretischen und praktischen Grundkenntnissen in der Fälltechnik, sowie die Nachalarmierung z. B. einer Seilwinde.

Ein besonderer Dank geht auch an die Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Freising für die kostenfreie Zurverfügungstellung des benötigten Holzes.

Artikel und Bilder: Christian Weilemann FF Langenbruck